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Der placenta growth factor als Targetmolekül anti-angiogener Therapieansätze in der Behandlung von Rhabdomyosarkomen

Rhabdomyosarkome (RMS) sind die häufigsten Weichteiltumore im Kindes- und Jugendalter. Die aktuellen multimodalen Therapieverfahren bestehen aus einer Kombination verschiedener klassischer Chemotherapeutika, chirurgischer Lokaltherapie sowie Radiotherapie. Besonders im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung ist die Prognose trotz intensiver Therapie weiterhin sehr unbefriedigend. Neuartige Therapieoptionen sind deshalb dringend notwendig.

Der placenta growth factor (PlGF) ist ein pleiotropes Zytokin. Es fördert sowohl Angiogenese in pathologisch veränderten Geweben als auch Tumorwachstum. Anti-PlGF-Antikörper (αPlGF) inhibieren im Mausmodell das Wachstum sowie die Metastasierung verschiedener Tumoren und verstärken die Effizienz klassischer Chemotherapie. Das Wachstum gesunder Gefäße bleibt dabei unbeeinträchtigt. αPlGF würden sich aufgrund des günstigen Wirkungsprofils besonders für die Therapie von pädiatrischen Tumoren eignen. Der zukünftige Einsatz von αPlGF in der Therapie von RMS ist gut vorstellbar und vielversprechend. Für die klinische Anwendbarkeit fehlen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch aussagekräftige in-vitro und in-vivo Daten.

In unserem durch die Rolf-Dierichs-Stiftung geförderten Projekt erfolgt zunächst die Anfertigung eines RMS-tissue-arrays, bei dem circa 50-70 Gewebezylinder unterschiedlicher RMS-Tumoren auf einem Paraffinblock zusammengesetzt werden. Mittels immunhistochemischer Verfahren wird dann die Expression von PlGF, dessen Rezeptor VEGF1, sowie den Co-Rezeptoren Neuropillin-1 und - 2 bei den Tumoren untersucht. Anschließend werden die zugehörigen Patientendaten mit den Ergebnissen der Immunhistochemie in Verbindung gesetzt und ausgewertet. Unsere Untersuchungen werden zeigen, ob sich der placenta growth factor als Zielmolekül für anti-angiogene Therapieansätze in der Behandlung von RMS eignet und ob dessen Expression mit dem 5-Jahres-Überleben bei RMS korreliert. Wir bedanken uns recht herzlich bei der Rolf-Dierichs-Stiftung für die Unterstützung unseres Projektes.

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