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Computer-gestütztes Lernen
in der Gefäßchirurgie –
Simulation aus Sicht des Autors


ELearning als interaktives Modul in der medizinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung findet zunehmend Raum und Interesse. In Zusammenarbeit mit der Software-Firma Inmedea GmbH aus Tübingen, die der Gefäßchirurgischen Klinik ein Autorentool zur Verfügung stellt, werden virtuelle Patienten generiert.
Spielerisch und systematisch können Studenten der Humanmedizin über eine web-basierte Plattform an die Diagnostik der virtuellen Krankheitsbilder herangeführt werden und einen Therapieplan erstellen. Im Anschluss erhalten die Studierenden ein Feedback über Richtigkeit und Effektivität ihrer Vorgehensweise sowie eine Kostenanalyse.

Von gefäßchirurgischer Seite werden nicht nur häufige Krankheitsentitäten vorgestellt und interaktiv eingearbeitet, sondern zusätzlich Wert auf seltene und akute Fälle gelegt. Hier ist beispielsweise die Generierung einer Patientin mit akutem Verschluss der Arteria brachialis als auch ein Leriche-Syndrom (akuter Aortenverschluss) zu nennen.

Wichtig sind anhand der Lernziele, differenzialdiagnostische Überlegungen zu erlernen und fachübergreifend zu denken: z. B. das Bauchaortenaneurysma mit „Rückenschmerzen“ in der Orthopädie.

Das Autorentool bietet eine Brückenbildung zwischen klinischer Tätigkeit und Dozentenarbeit. Den Studierenden könnte unter Ausbau der Projektes, die finanziell hiermit unterstützt wird, ähnlich den Livecases in den operativen Fächern in Workshops und Kongressen klinisch relevante Sachverhalte optimal vermittelt werden. Der klinisch tätige Arzt kann direkt und interaktiv daran mitwirken.

Zwischenbericht

Die virtuellen Patienten sind erweitert worden auf zusätzliche seltene gefäßmedizinische Krankheitsbilder, so daß ein interdisziplinärer Austausch statt gefunden hat. Wir bearbeiten im Moment Bildmaterial zum TOS (=thoracic outlet syndrome) und zum TAAA (=thorakoabdominellen Aneurysma) und zu Varizen der Beine.

Weiterhin war es mir möglich, die Lehrevaluationsergebnisse auf 2 Kongressen zu präsentieren, und an einem Workshop der GMA, der Gesellschaft zur Medzinischen Ausbildung, im April in Witten-Herdecke teilzunehmen. Hier war es durch die finanziellen Mittel möglich, erweiterte Forbildung zu erfahren und auch unsere Klinik und die Medizinische Fakultät zu repräsentieren. Den Bereich der Lehre konnten wir mit Zufriedenheit der Studierenden erweitern. Ein Kleingruppenunterricht wurde etabliert.

Die Beschaffung von Lehrmaterial ist ebenfalls in größerem Maße möglich geworden, so dass den Studierenden eine umfassende Begleitung ihrer wissenschaftlichen Arbeit möglich ist.

Vielen Dank,
Eva Schönefeld


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