Startseite Ziele Projekte Satzung Partner Kontakt Impressum


Mechanismen der Extinktion
von Furcht in der Amygdala:
Quantitative Analyse mit Mikroarrays

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen des Menschen. Eine herausragende Rolle spielt hierbei der Mandelkern (Amygdala), eine komplexe Ansammlung von Kerngebieten, die in unterschiedliche Aspekte des emotionalen Verhaltens einbezogen sind. So spielt die Amygdala eine große Rolle beim Entstehen von Furcht und ihrer Überwindung im Gehirn.

Ein wichtiger Mechanismus zur funktionellen Kompensation von Furchtgedächtnis oder posttraumatischen affektiven Störungen ist die Extinktion. Hierbei wird durch wiederholte Exposition furchtkonditionierter Reize in einer Art Sicherheitslernen eine neue Gedächtnisspur angelegt, die dem initialen Furchtgedächtnis entgegen wirkt. Vergleichbare Mechanismen scheinen auch bei therapeutischen Ansätzen relevant zu sein, die durch Exposition traumarelavanter Reize beachtliche Behandlungserfolge erzielen. Interaktionen von genetischen und neurophysiologischen Mechanismen, vor allem in der Amygdala, gelten als entscheidende Grundlagen für Prozesse der Furchtextinktion, wobei unser Verständnis der komplexen Zusammenhänge durch die Vielfalt und Regulation der Genexpression noch ganz am Anfang steht.

In diesem Forschungsvorhaben werden Genexpressions-Änderungen in den Amygdala-Kernen von Mäusen auf quantitativer Ebene untersucht, die Furchtxtinktions begleiten bzw. durch diese verursacht werden. Hierzu werden die Amygdala-Regionen mit einem lasergestützten Mikrodissektionsverfahren isoliert, und die Expression von Genen mit Hilfe der Mikroarray-Methode (Affymetrix Chips) quantitativ bestimmt. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weiterführende Experimente dienen, in denen der Einsatz von Produkten der Genexpression in der Therapie angstbedingter Erkrankungen untersucht werden kann.

<-- zurück